Eine bKV kostet 10 bis 50 Euro pro Mitarbeiter und Monat – nach Steuern rund ein Drittel weniger
Kurz gesagt: Der Monatsbeitrag richtet sich nach dem Gesundheitsbudget, das Sie Ihren Mitarbeitern geben. Als Faustregel: 300 Euro Jahresbudget kosten rund 10 Euro im Monat, 600 Euro rund 20 Euro, 1.200 Euro rund 30 bis 40 Euro je Mitarbeiter. Das Alter der Einzelnen spielt im Gruppenvertrag keine Rolle. Weil die Beiträge Betriebsausgaben sind, liegt Ihre tatsächliche Belastung rund 30 Prozent unter dem gezahlten Beitrag.
Der Beitrag hängt am Budget, nicht am Alter der Belegschaft
Das ist der wichtigste Unterschied zur privaten Zusatzversicherung, die ein Mitarbeiter selbst abschließen würde. Dort steigt der Beitrag mit dem Alter. Im Gruppenvertrag zahlen Sie einen einheitlichen Kopfbeitrag – für den Azubi genauso wie für den Meister kurz vor der Rente.
| Gesundheitsbudget pro Jahr | Beitrag je Mitarbeiter und Monat | Wofür es typischerweise reicht |
|---|---|---|
| 300 € | rund 10 € | Prophylaxe, Sehhilfe, kleinere Vorsorgeleistungen |
| 600 € | rund 20 € | Gleitsichtbrille oder Zahnbehandlung, Physiotherapie |
| 900 € | rund 25 bis 30 € | Zahnersatz mit spürbarem Eigenanteilabbau |
| 1.200 € und mehr | rund 30 bis 45 € | Größerer Zahnersatz, umfangreiche Vorsorge, Heilpraktiker |
Die Spannen bilden den Marktrahmen ab. Der konkrete Beitrag hängt vom Anbieter, vom Leistungskatalog und von der Größe Ihrer Gruppe ab. Einzelne Einsteigertarife beginnen unter 10 Euro, Premiumtarife mit stationären Leistungen liegen darüber.
Was die bKV in Betrieben Ihrer Größe kostet
Gerechnet mit einem Budgettarif über 600 Euro Jahresbudget, also rund 20 Euro je Mitarbeiter und Monat, und einer Steuerentlastung von 30 Prozent:
| Mitarbeiter | Beitrag im Monat | Beitrag im Jahr | Tatsächliche Belastung nach Steuern |
|---|---|---|---|
| 5 | 100 € | 1.200 € | rund 840 € |
| 10 | 200 € | 2.400 € | rund 1.680 € |
| 20 | 400 € | 4.800 € | rund 3.360 € |
| 50 | 1.000 € | 12.000 € | rund 8.400 € |
| 100 | 2.000 € | 24.000 € | rund 16.800 € |
Zum Einordnen: Eine unbesetzte Fachkraftstelle kostet je nach Branche mehrere tausend Euro im Monat an entgangenem Umsatz. Eine Neubesetzung kostet zwischen einem und drei Monatsgehältern an Recruiting- und Einarbeitungsaufwand. Gemessen daran liegt die bKV für einen Zwanzig-Mann-Betrieb bei den Kosten eines einzigen verhinderten Personalwechsels im Jahr.
50 Euro Gehaltserhöhung kosten Sie 60 Euro – 50 Euro bKV kosten Sie 50 Euro
Der eigentliche Grund, warum die bKV günstiger ist als der offensichtliche Weg über das Gehalt:
| Gehaltserhöhung 50 € brutto | bKV 50 € monatlich | |
|---|---|---|
| Ihre Kosten inklusive Arbeitgeberanteil | rund 60 € | 50 € |
| Lohnsteuer und Sozialabgaben des Mitarbeiters | rund 23 € | 0 € |
| Wert beim Mitarbeiter | rund 27 € | 50 € |
| Wirkung je eingesetztem Euro | rund 45 % | 100 % |
Rechenbeispiel bei durchschnittlicher Steuer- und Abgabenbelastung. Die genauen Werte hängen von Steuerklasse, Einkommenshöhe und Krankenkasse ab.
Die 50 Euro sind eine Freigrenze, kein Freibetrag. Bei 50,01 Euro wird der gesamte Betrag steuerpflichtig, nicht nur der Cent darüber. Achten Sie darauf, dass Tankgutscheine, Jobtickets oder andere Sachbezüge die Grenze nicht bereits ausschöpfen. Steuerliche Behandlung im Detail
Drei Punkte, die den Beitrag zusätzlich beeinflussen
- Gruppengröße. Ab etwa 50 versicherten Personen verbessern sich die Konditionen spürbar, weil sich das Risiko besser verteilt.
- Teilnahmequote. Versichern Sie die gesamte definierte Gruppe, ist der Beitrag niedriger als bei freiwilliger Teilnahme einzelner. Deshalb rechnen sich arbeitgeberfinanzierte Modelle meist besser.
- Leistungszuschnitt. Stationäre Leistungen wie Chefarztbehandlung treiben den Beitrag stärker als ambulante. Sie werden aber selten in Anspruch genommen – prüfen Sie, ob Ihre Belegschaft sie überhaupt will.
Was Arbeitgeber zu den Kosten fragen
Was kostet eine betriebliche Krankenversicherung pro Mitarbeiter im Monat?
Zwischen 10 und 50 Euro, abhängig vom gewählten Gesundheitsbudget. Ein Jahresbudget von 300 Euro kostet rund 10 Euro monatlich, 600 Euro Budget rund 20 Euro, 900 Euro Budget rund 25 bis 30 Euro und 1.200 Euro Budget rund 30 bis 40 Euro. Einzelne Einsteigertarife beginnen bereits bei rund 6 Euro.
Was kostet eine bKV für 20 Mitarbeiter?
Bei einem üblichen Budget von 600 Euro im Jahr und rund 20 Euro Monatsbeitrag je Person kostet die bKV für 20 Mitarbeiter etwa 400 Euro im Monat, also rund 4.800 Euro im Jahr. Da die Beiträge Betriebsausgaben sind, liegt die tatsächliche Belastung bei etwa 3.400 Euro.
Hängt der Beitrag vom Alter der Mitarbeiter ab?
Im Gruppenvertrag nicht. Der Versicherer kalkuliert über die gesamte Gruppe, deshalb zahlt der 58-jährige Mitarbeiter denselben Beitrag wie der 22-jährige. Die Altersstruktur des Betriebs kann aber beeinflussen, welchen Beitragssatz der Versicherer für die Gruppe insgesamt anbietet.
Kann der Versicherer die Beiträge erhöhen?
Ja. Wie in jeder privaten Krankenversicherung sind Beitragsanpassungen möglich, wenn die Leistungsausgaben dauerhaft über der Kalkulation liegen. 2026 haben mehrere Anbieter ihre Beiträge angepasst, andere nicht. Achten Sie im Vergleich auf die Anpassungshistorie eines Anbieters, nicht nur auf den Einstiegsbeitrag.
Muss sich der Mitarbeiter an den Kosten beteiligen?
In der arbeitgeberfinanzierten bKV nicht, der Arbeitgeber trägt den vollen Beitrag. Daneben gibt es die arbeitnehmerfinanzierte Variante, bei der die Mitarbeiter die Beiträge selbst zahlen und lediglich die günstigen Gruppenkonditionen und den Verzicht auf die Gesundheitsprüfung nutzen.
Sind die Beiträge zur bKV steuerlich absetzbar?
Ja, die Beiträge sind für den Arbeitgeber in voller Höhe Betriebsausgaben und mindern den Gewinn. Bei einer Gesamtsteuerbelastung von rund 30 Prozent liegt der tatsächliche Aufwand entsprechend rund 30 Prozent unter dem gezahlten Beitrag.
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