1. Mindestgruppengröße
Manche Anbieter zeichnen ab drei Mitarbeitern, andere erst ab zehn oder fünfzig. Der wichtigste Filter überhaupt: Er entscheidet, wer für Sie infrage kommt.
Kurz gesagt: Zwei Angebote mit „600 Euro Gesundheitsbudget“ können völlig unterschiedliche Verträge sein. Der Unterschied steckt in Leistungskatalog, Mindestgruppengröße, Budgetansammlung, Fortführungsrecht bei Jobwechsel, Erstattungsdauer und Beitragshistorie. Vergleichen Sie diese acht Punkte – der Monatsbeitrag allein führt regelmäßig zur falschen Wahl.
Der Markt ist überschaubar. Zu den etablierten Anbietern gehören unter anderem Allianz, DKV, Hallesche, Signal Iduna, Barmenia, Gothaer, R+V, Württembergische, Continentale, Universa und ottonova.
Die Tabelle nennt Orientierungswerte, damit Sie die Größenordnung einschätzen können. Verbindlich ist keine dieser Zahlen: Beiträge hängen von Gruppengröße, Altersstruktur und Leistungszuschnitt ab. Was für Ihren Betrieb gilt, steht im Angebot.
Orientierungswerte, keine Preise. Die Tabelle beruht auf öffentlich zugänglichen Informationen (Stand August 2026). Beiträge hängen von Gruppengröße, Altersstruktur und Leistungszuschnitt ab — verbindlich ist allein das Angebot für Ihren Betrieb.
| Anbieter | Modell | Budget im Jahr | Beitrag je Kopf und Monat | Passt zu |
|---|---|---|---|---|
| Allianz | Budgettarif und Bausteine kombinierbar | 300 bis 1.500 Euro im Jahr | rund 14 bis 50 Euro je Mitarbeiter und Monat | Betriebe ab etwa 20 Mitarbeitern, die eine bekannte Marke im Benefit-Paket wollen. |
| Hallesche | Budgettarif | 300 bis 1.200 Euro im Jahr | rund 10 bis 40 Euro je Mitarbeiter und Monat | Betriebe, die einen verständlichen Budgettarif ohne Bausteinlogik suchen. |
| HanseMerkur | Budgettarif | ab 300 Euro im Jahr | Einstieg unter 10 Euro je Mitarbeiter und Monat | Betriebe mit fünf bis dreißig Mitarbeitern und begrenztem Budget. |
| AXA | Budgettarif und Bausteine | auf Anfrage | auf Anfrage | Pflege, Gesundheitswesen und Betriebe, die psychische Gesundheit ernst nehmen. |
| R+V | Budgettarif | auf Anfrage | rund 15 Euro je Mitarbeiter und Monat in der Einstiegsstufe | Betriebe im genossenschaftlichen Umfeld und mittlere Betriebsgrößen. |
| Signal Iduna | Budgettarif und Bausteine | auf Anfrage | auf Anfrage | Handwerk und produzierendes Gewerbe. |
| Württembergische | Budgettarif | ab 300 Euro im Jahr | Einstieg im einstelligen Bereich je Mitarbeiter und Monat | Kleine Betriebe, besonders in Baden-Wuerttemberg. |
Zu jedem Anbieter gibt es eine eigene Seite mit Stärken, Schwächen und den Punkten, die wir im Angebot ausdrücklich prüfen:
Breite Budgetstufen bis 1.
FEELfree ist einer der bekanntesten Budgettarife am Markt und in der Belegschaft leicht zu erklären: ein Betrag, freie Verwendung im Leistungskatalog.
Der günstigste Einstieg unter den grossen Anbietern.
Deutlicher Schwerpunkt auf psychischer Gesundheit - Beratung und Vermittlung von Therapieplaetzen.
Klar geschnittenes Gesundheitsbudget, eingebunden in das Genossenschaftsumfeld - fuer Betriebe, die ohnehin mit Volks- und Raiffeisenbanken arbeiten, ein kurzer Weg.
Traditionell stark im Handwerk und bei mittelständischen Betrieben, mit entsprechender Erfahrung in der Abwicklung von Gruppenverträgen.
Einer der günstigsten Einstiege am Markt.
Manche Anbieter zeichnen ab drei Mitarbeitern, andere erst ab zehn oder fünfzig. Der wichtigste Filter überhaupt: Er entscheidet, wer für Sie infrage kommt.
„Frei verwendbar“ ist nie ganz frei. Prüfen Sie ausdrücklich Sehhilfen, Heilpraktiker, Physiotherapie ohne ärztliche Verordnung und Vorsorge über den Kassenkatalog hinaus. Hier trennen sich die Angebote am deutlichsten.
Verfällt das Budget zum Jahresende oder darf es über zwei bis drei Jahre angespart werden? Für Zahnersatz ist das der Unterschied zwischen brauchbar und wirkungslos.
Einige Tarife starten mit reduziertem Budget und erreichen den vollen Betrag erst im dritten Jahr. Das senkt den Beitrag – und die Wirkung genau dann, wenn der Benefit überzeugen soll.
Darf der Mitarbeiter den Schutz privat weiterführen, ohne erneute Gesundheitsprüfung? Zu welchen Beiträgen? Ein gutes Fortführungsrecht macht die bKV in der Stellenanzeige deutlich glaubwürdiger.
App mit Foto-Upload und Erstattung in wenigen Tagen oder Formular per Post mit sechs Wochen Bearbeitung? Nichts beschädigt die Wirkung eines Benefits so zuverlässig wie eine zähe Abwicklung.
Beitragsanpassungen sind in der privaten Krankenversicherung normal. Interessant ist, wie oft und wie stark ein Anbieter in den letzten Jahren angepasst hat. Ein niedriger Einstiegsbeitrag mit jährlicher Erhöhung ist teurer als ein stabiler.
Gibt es ein Arbeitgeberportal für Ein- und Austritte oder läuft alles über Formulare? Bei zwanzig Mitarbeitern und normaler Fluktuation ist das der Unterschied zwischen zehn Minuten und einem halben Tag im Jahr.
Vergleichsportale ranken nach dem, was sich in einer Tabelle abbilden lässt: Beitrag und Budgethöhe. Genau die beiden Zahlen sagen am wenigsten darüber aus, ob der Vertrag in Ihrem Betrieb funktioniert.
Ein Versicherungsmakler arbeitet im Auftrag des Kunden, nicht des Versicherers. Er darf und muss alle Anbieter prüfen – auch die, die schlecht abschneiden – und haftet für seine Empfehlung. Für Sie kostet das nichts: Die Vergütung übernimmt der Versicherer, bei dem der Vertrag zustande kommt, und die Beiträge sind dieselben wie beim Direktabschluss.
Alexander Stegemann
Versicherungsmakler nach § 34d GewO
Er holt die Angebote ein, prüft die acht Punkte und legt Ihnen drei Varianten mit den Unterschieden nebeneinander – in einer Sprache, in der die Unterschiede auch sichtbar werden. Zur Arbeitsweise
Am deutschen Markt bieten unter anderem Allianz, DKV, Hallesche, Signal Iduna, Barmenia, Gothaer, R+V, Württembergische, Continentale, Universa und ottonova betriebliche Krankenversicherungen an. Die Anbieter unterscheiden sich stark in der Mindestgruppengröße, im Leistungskatalog und in der Abwicklung.
Es gibt keinen Anbieter, der für alle Betriebe der beste ist. Entscheidend sind die Mindestgruppengröße, ob Ihr Branchenschwerpunkt abgedeckt ist, wie das Budget angesammelt oder verfällt, wie das Fortführungsrecht bei Jobwechsel geregelt ist und wie schnell erstattet wird. Ein Anbieter, der für einen Pflegedienst mit 80 Mitarbeitern ideal ist, kann für einen Handwerksbetrieb mit sechs Personen ungeeignet sein.
Weil hinter scheinbar gleichen Budgets unterschiedliche Leistungskataloge stehen. Ein Tarif mit 600 Euro Budget, der Sehhilfen und Heilpraktiker ausschließt, ist günstiger als einer, der beides einschließt – die Zahl im Angebot ist aber identisch. Erst der Vergleich der Bedingungen macht die Beiträge vergleichbar.
Ja, Gruppenverträge lassen sich in der Regel zum Ende der vereinbarten Laufzeit kündigen und wechseln. Praktisch ist der Wechsel aber unangenehm, weil beim neuen Anbieter Wartezeiten oder abweichende Leistungen greifen können und Sie den Wechsel der Belegschaft erklären müssen. Die Auswahl vorne kostet weniger Aufwand als die Korrektur später.
Für Sie nichts. Der Versicherungsmakler wird vom Versicherer vergütet, bei dem der Vertrag zustande kommt. Sie zahlen keine Beratungsgebühr, und die Beiträge sind dieselben wie bei einem Direktabschluss.
Sagen Sie uns Betriebsgröße, Branche und Budget – wir fragen nur die Anbieter an, die dazu passen.