Kann ich die betriebliche Krankenversicherung wieder abschaffen?
Rechtlich ist die bKV eine freiwillige Leistung, die sich zum Ende der Vertragslaufzeit beenden lässt. Zu beachten ist die betriebliche Übung: Wird eine Leistung über Jahre vorbehaltlos gewährt, kann daraus ein Anspruch entstehen. Ein Freiwilligkeitsvorbehalt bei der Einführung beugt dem vor.
Nehmen Sie den Vorbehalt gleich zu Beginn in die Mitarbeiterinformation auf. Das ist kein Misstrauen gegenüber der Belegschaft, sondern die Voraussetzung dafür, dass Sie in einer wirtschaftlich schwierigen Lage handlungsfähig bleiben.
Praktisch wiegt die Wirkung einer Abschaffung schwerer als die einer nie eingeführten Leistung. Deshalb ist ein Budget, das dauerhaft tragbar ist, besser als ein großzügiges, das später gekürzt werden muss.
Bei arbeitsrechtlichen Formulierungen zur betrieblichen Übung sollte die Personal- oder Rechtsberatung einmal darüberschauen. Wir liefern die Musterunterlagen des Versicherers dazu.
Die vier Schritte der Einführung
Verwandte Fragen
-
Muss der Betriebsrat der Einführung einer bKV zustimmen?
Bei freiwilligen Sozialleistungen hat der Betriebsrat nach § 87 Abs. 1 Nr. 8 BetrVG ein Mitbestimmungsrecht …
-
Kann ich den bKV-Anbieter später wechseln?
Ja, Gruppenverträge lassen sich in der Regel zum Ende der vereinbarten Laufzeit kündigen und wechseln. …
-
Wie lange dauert die Einführung einer betrieblichen Krankenversicherung?
Zwei bis vier Wochen von der ersten Beratung bis zum Versicherungsbeginn. Ihr eigener Zeitaufwand liegt bei …
-
Wie melde ich neue Mitarbeiter zur bKV an?
Mit einer kurzen Meldung an den Versicherer, bei den meisten Anbietern über ein Arbeitgeberportal. …
Für Ihren Betrieb durchgerechnet statt allgemein beantwortet
Sechs Fragen, zwei Minuten — danach kennen Sie den Kostenrahmen für Ihre Mitarbeiterzahl und wissen, welche Anbieter überhaupt zeichnen.